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Pygmalion
Pygmalion ist ein König von Kypros, der sich in das Elfenbeinbild
der Aphrodite verliebte.
Er wollte nicht heiraten, weil sein Herz und seine Sinne von einer
schneeweißen Elfenbeinstatue gefangengenommen waren, die die
unbekleidete, in ihrer Gestalt vollkommene Aphrodite darstellte.
Er selber hatte sie mit so viel Leidenschaft geschaffen, daß
die Materie fast lebendig schien.
Die sie streichelnde Hand konnte
nicht unterscheiden, ob sie aus Elfenbein oder echtem Fleisch war.
Pygmalion küßte und umarmte die Statue und glaubte, daß
seine Liebe erwidert würde. Nachts legte er sich neben sie, am
Tag kleidete er sie an und schmückte sie mit Juwelen. Dann kam
das in Zypern so wichtige Fest zu Aphrodites Ehren. Nach den üblichen
Opfergaben, näherte sich Pygmalion, seine Ergebenheit bezeugend,
dem Altar und bat die Götter scheu, daß sie ihm eine Frau
gönnen mögen, die der von ihm geschaffenen ähnelte.
Er wagte nicht zu sagen, daß er sich genau
ôsein Elfenbeinmädchenö gewünscht hätte,
doch Aphrodite, die bei ihrem Fest anwesend
war, verstand das Gebet und
erweckte die Statue zum Leben. Aus der
Verbindung zwischen Pygmalion und der von der Göttin bewilligten
Kreatur ging Paphos hervor.
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